Wohnen und Obdachlosigkeit

Neben der materiellen Grundsicherung und der gesundheitlichen Versorgung gehört die Sicherstellung von Wohnraum zu den Kernaufgaben der Sozialhilfe. Sie hat dafür verschiedene Möglichkeiten.

Mietzinsübernahme im Rahmen der wirtschaftlichen Hilfe

Die Sozialhilfe übernimmt im Rahmen der Unterstützungsleistungen die effektiven Wohnkosten (Mietzins und Mietnebenkosten) bis zu den definierten maximalen Mietzinsgrenzwerten gemäss Unterstützungsrichtlinien (URL) des Departements für Wirtschaft, Soziales und Umwelt Basel-Stadt.  Die Nebenkosten werden zusätzlich gemäss Mietvertrag vergütet.

Bürgschaften, Sicherheiten

Die Sozialhilfe kann Bürgschaften und Sicherheiten für Mietzinskautionen vermitteln, gewährt selber aber keine Bürgschaften. Gegenüber den Vermietern haftet sie nicht für den Mietzins, allerdings können in begründeten Fällen (und wenn die betroffene Person einverstanden ist) Zahlungen direkt an Vermieter geleistet werden, solange eine Person von der Sozialhilfe unterstützt wird.

Wohnungssuche

Die Sozialhilfe selber verfügt über keinen Wohnraum (ausser im Rahmen des kantonalen Auftrages der Unterbringung von Asylsuchenden und der Bereitstellung von Notwohnungen und Notschlafstellen) und kann auch keinen direkt vermitteln. Sich kostengünstigen Wohnraum zu erschliessen ist ausschliesslich Sache der Klient/innen. Entsprechend ist die Sozialhilfe bei Mietverträgen auch in keinem Fall Vertragspartei. Bestehen bei Klient/innen der Sozialhilfe besondere Erschwernisse bei der Beschaffung von (günstigem) Wohnraum, kann die Sozialhilfe die Dienstleistungen der IG Wohnen vermitteln. Diese unterstützt im Auftrag der Sozialhilfe die Klient/innen bei der Wohnungssuche.